Der Verbrenner ist für’s Kfz ungeeignet!

Grundsätzlich ist ein Verbrennungsmotor völlig ungeeignet für den Antrieb eines Kraftfahrzeuges.

Die Erfordernisse bei einem Kraftfahrzeug sind das Fahren mit einer Geschwindigkeit zwischen 0 und der Höchstgeschwindigkeit und dann noch rückwärts mit geringerer Geschwindigkeit.

Ein Verbrennungsmotor muss zuerst einmal mittels eines Elektromotors auf eine gewisse Drehzahl gebracht werden, um überhaupt selbständig laufen zu können. Die Möglichkeit einer Handkurbel lassen wir einmal weg, das war früher. Wenn der Motor einmal läuft, steht das Auto zuerst noch. Um auch das Auto zum Fahren zu bringen, müssen wir mithilfe einer Rutschkupplung den laufenden Motor mit dem stehenden Auto verbinden, was einige Übung erfordert, besonders bergauf, damit weder die Kupplung heiß läuft, noch der Verbrennungsmotor abgewürgt wird.

Irgendwann einmal hat das Auto eine Geschwindigkeit, mit der der Motor zurecht kommt und durch Druck auf das Gaspedal können wir nun in bescheidenem Rahmen die Geschwindigkeit des Autos und die Drehzahl des Motors erhöhen. Sehr bald hat aber der Motor eine hohe Drehzahl mit viel Lärm und viel Verbrauch, obwohl das Auto erst eine mäßige Geschwindigkeit an den Tag legt. Dann kommt das Getriebe zur Anwendung. Damit können wir das Verhältnis von Motordrehzahl zur Fahrgeschwindigkeit stufenweise verändern.

Das Schalten der Gänge eines Getriebes ist eigentlich ein sehr komplizierter Vorgang. Zuerst müssen wir mit der Kupplung die Verbindung vom Motor zum Fahrzeugantrieb trennen. Dann müssen wir in den nächsten Gang schalten. Dabei haben wir das Problem, dass das Getriebe aus Zahnrädern besteht, die alle mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Bewegung sind und es ziemlich unangenehme Geräusche gibt, wenn zwei Zahnräder mit unterschiedlicher Drehzahl ineinandergeschoben werden sollen. Natürlich können auch Beschädigungen auftreten. Anfangs, als die Autos nur von gelernten Chauffeuen gesteuert wurden, hat man sich mit Zwischengas und doppeltkuppeln beholfen.

Als dann auch Amateure Auto fahren wollten, hat man das Synchrongetriebe erfunden. Dabei sind alle Zahnräder ständig im Eingriff und durch den Schalthebel werden lauter kleine Kupplungen bedient, um das gewünschte Zahnradpaar zu aktivieren. Eine ziemlich komplizierte Vorrichtung, die da erforderlich ist! Rückwärts laufen kann unser Verbrennungsmotor natürlich auch nicht, wir brauchen dann noch ein zusätzliches Zahnrad, welches die Richtungsänderung hervorruft.

Ein weiteres Problem besteht natürlich darin, dass ein Verbrennermotor naturgemäß mit Verbrennung arbeitet. Das erzeugt enorme Hitze, die wir an kalten Wintertagen teilweise zum Heizen verwenden können, es reicht selbst für den kältesten Wintertag, aber die gleiche Hitze wird auch am heißesten Sommertag erzeugt. Wir müssen den Motor also kühlen. Die Verbrennungstemperatur liegt bei 2000-2500 Grad und die Kolben, die mit dieser Temperatur in Berührung kommen, müssen natürlich geschmiert werden. Das erfordert teure Öle, die auch jährlich gewechselt werden müssen.

Bei der Verbrennung entstehen jede Menge Gase, die ungesund bis tödlich sind, oder klimaschädlich und der harmlose Wasserdampf, der auch entsteht, lässt zumindest den Auspuff rosten.

Quelle: Facebook

Würden wir nun den Motor, den wir zum Starten brauchen, ein wenig größer machen, dann könnten wir uns den gesamten bisher beschriebenen Rest ersparen und mit ein wenig Regelelektronik nur mit Strom fahren. Und beim Bremsen auch noch Strom erzeugen!

Leider sind die ganzen Notlösungen und deren Bedienung, die es einigermaßen ermöglichen, einen Verbrennungsmotor in einem Kfz zu verwenden, zum Kult erklärt worden und gelten – zumindest für einige Völker – zum Kulturerbe.

Im professionellen Bereich wäre so etwas undenkbar: Eine Diesel-Lokomotive ist eine Elektrolokomotive, bei der der Dieselmotor einen Generator antreibt und so den erforderlichen Strom erzeugt.

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