{"id":385,"date":"2017-10-11T11:38:06","date_gmt":"2017-10-11T09:38:06","guid":{"rendered":"http:\/\/webmaster.puon.at\/blog\/?p=385"},"modified":"2017-10-11T11:38:06","modified_gmt":"2017-10-11T09:38:06","slug":"kurz-betrachtungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/webmaster.puon.at\/blog\/2017\/10\/kurz-betrachtungen\/","title":{"rendered":"Kurz-Betrachtungen"},"content":{"rendered":"<h3>K\u00f6rperschaftsteuer auf nicht entnommene Gewinne abschaffen<\/h3>\n<p>Das ist einer der gef\u00e4hrlichsten Punkte im Kurz Programm.<br \/>\nW\u00e4hrend Kurz meint, die Betriebe werden sich 1 Milliarden an Steuern ersparen, rechnen Experten doch eher mit mindestens 4 Milliarden.<br \/>\nUnd diese ersparen sich GmbHs und Aktiengesellschaften. Nat\u00fcrlich keine Einzelunternehmen, die in \u00d6sterreich zahlenm\u00e4\u00dfig in der Mehrheit sind. Wo bleibt die neue Gerechtigkeit?<\/p>\n<p>Die Steuerberater sind schon dabei, die neuen M\u00f6glichkeiten auszuloten: Nat\u00fcrlich wird es dann bei vielen Betrieben sinnvoll sein, die Rechtsform zu \u00e4ndern. Und wer Vorsorgewohnungen, ein Zinshaus oder ein gr\u00f6\u00dferes Wertpapierdepot besitzt, kann \u00fcberlegen, \u00fcber das Ganze eine GmbH dr\u00fcberzust\u00fclpen und so seine ganz pers\u00f6nliche Steueroase zu erschaffen! Im Laufe der Zeit werden sicherlich viele Ideen aufkommen, wie noch mehr Steuer gespart werden kann, als sich die Gesetzesmacher je vorstellen konnten!<\/p>\n<h3><!--more--><br \/>\nDie Gegenfinanzierung soll prim\u00e4r durch das erwartete Wirtschaftswachstum erfolgen<\/h3>\n<p>Nehmen wir den <strong>g\u00fcnstigsten Fall<\/strong>: das passiert tats\u00e4chlich.<br \/>\nNat\u00fcrlich brauchen die Unternehmen erst einmal das Geld, bevor sie investieren k\u00f6nnen. Da gibt es vorerst ein <strong>Budgetloch<\/strong>, das gestopft werden will. Vermutlich mit Geldern aus dem Sozialbereich. Es ist ein langer Weg von der Idee zu investieren bis zu mehr Steuerleistung f\u00fcr den Staat! Vielleicht kommen Jahre sp\u00e4ter vermehrte Steuereinnahmen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Es ist aber zu bef\u00fcrchten, dass das <strong>Geld keineswegs investiert<\/strong> wird.<br \/>\nUnternehemen investieren \u00fcblicherweise, wenn die Absatzerwartungen positiv sind. Dann nehmen sie sogar Kredite auf. Das wollte man in den letzten Jahren mit der Niedrigzinspolitik erreichen. Nur hat es nicht funktioniert, weil die Unternehmen kaum M\u00f6glichkeiten zur Absatzsteigerung sehen.<br \/>\nUnd so wird es wohl auch diesmal sein. Was ja auch sinnvoll ist. Unser \u00f6kologischer Fu\u00dfabdruck ist eh viel zu hoch, unsere Klimaziele erreichen wir jetzt schon nicht und trotzdem soll alles noch gesteigert werden?<br \/>\nIch kann auch keinen Mangel an Konsumg\u00fctern in den Gesch\u00e4ften erkennen. Sie?<\/p>\n<p>Au\u00dferdem braucht man f\u00fcr h\u00f6heren Absatz auch Leute, die sich etwas kaufen k\u00f6nnen. Jeder Euro, der in die Mindestsicherung und in Fl\u00fcchtlinge gesteckt wird, flie\u00dft sofort in die Wirtschaft zur\u00fcck. Die m\u00fcssen essen,<br \/>\nwohnen und sich kleiden. Das angeblich viele Geld, das in die Fl\u00fcchtlinge investiert wird, ist Wirtschaftsf\u00f6rderung pur. Da kauft keiner steuerfreie Aktien oder Wertpapiere. Da profitiert unsere Wirtschaft, Bauern, Handel, Bauwirtschaft.<\/p>\n<p>Die nicht entnommenen Gewinne werden also steuerfrei in einer Stiftung geparkt oder zum Aufkauf der Konkurrenz verwendet werden. Die Steuersparfachleute werden sicher viele Ideen haben. Das Budgetloch wird bleiben. Und dann muss nat\u00fcrlich im Sozialbereich gespart werden. Wo denn sonst?<\/p>\n<p>Genauso wie der Programmpunkt &#8222;Schlanker Staat&#8220; auch nur auf den ersten Blick sinnvoll ist. Ich spar bei Polizei, bei Lehrern und Beamten, die werden dann vom AMS und nicht vom Staat bezahlt. Und nat\u00fcrlich viel weniger Regelungen und Vorschriften, wo man dann wieder Personal zur \u00dcberwachung einsparen kann. Gro\u00dfbritannien hat ja bei den Brandschutzvorschriften gezeigt, wie es geht! Und nat\u00fcrlich sollen Arbeitnehmerschutzgesetze entsorgt werden.<\/p>\n<p>Man staunt ja immer wieder \u00fcber die Eindimensionalit\u00e4t der Denkungsweise von Politikern und manchen Experten!<br \/>\nEin mit der steigenden Lebenserwartung steigendes Pensionsalter ist ja v\u00f6llig absurd in einer Zeit, in der es immer weniger Arbeitspl\u00e4tze gibt und sich da auch nicht im Entferntesten eine Trendumkehr zeigt! In der Realit\u00e4t kann ein steigendes Pensionsalter nur zu mehr Jugendarbeitslosigkeit f\u00fchren. Und die ist sozial weitaus unvertr\u00e4glicher<br \/>\nals mehr Pensionisten.<\/p>\n<p>Zusammenfassend muss ich sagen: Mir reicht es nicht aus, wenn alles <strong>ANDERS<\/strong> wird. Mir w\u00e4re wichtig, dass es auch <strong>BESSER<\/strong> wird! Und das kann ich leider nicht erkennen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6rperschaftsteuer auf nicht entnommene Gewinne abschaffen Das ist einer der gef\u00e4hrlichsten Punkte im Kurz Programm. W\u00e4hrend Kurz meint, die Betriebe werden sich 1 Milliarden an Steuern ersparen, rechnen Experten doch eher mit mindestens 4 Milliarden. Und diese ersparen sich GmbHs und Aktiengesellschaften. Nat\u00fcrlich keine Einzelunternehmen, die in \u00d6sterreich zahlenm\u00e4\u00dfig in der Mehrheit sind. 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